Wer sich einen Hund anschafft, muss sich zwangsläufig mit dem Hundetraining beschäftigen.

Spätestens hier zeigt sich, dass Sie mit dem Labrador – Retriever eine sehr gute Wahl getroffen haben.

Der Labrador ist ein friedliches, lernfähiges und aufmerksames Tier. Dennoch ist die richtige Erziehung einer der wesentlichen Grundlagen in der Beziehung zwischen Mensch und Hund. Ein Labrador – Retriever, der keine vernünftige Erziehung bzw. gutes Hundetraining genossen hat, hört im falschen Moment nicht oder kaum, zerstört die Möbel, das Auto oder Kleidung, bellt den ganzen Tag.  Deshalb kann ich nur empfehlen, schon mit einem jungen Hund die Welpenschule zu besuchen.  Zwar gibt es hier noch keinen richtigen Unterricht, doch lernen die Hunde hier, wie sie sich anderen Hunden und Menschen gegenüber verhalten müssen. Ab etwa drei bis sechs Monaten wird es dann Zeit für den Besuch in der Hundeschule. Hier lernt der Labrador, auf welche Befehle er wie zu reagieren hat. Und auch als Mensch lernt man in der Hundeschule viel darüber, wie man seinen Hund kontrolliert.

 

 

Denken Sie daran, je mehr Zeit Sie in das Hundetraining stecken, umso weniger Schwierigkeiten werden Sie in der Zukunft mit Ihrem Hund haben. Der harmonischen Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Liebling steht somit nichts mehr im Weg.

 

Mehr Informationen über die Hundeschule finden Sie hier: Hundetraining

Das Hundetraining im Einzelnen:

Der Labrador eignet sich zu allen Aktivitäten, die sie mit ihm verfolgen möchten:
– Mantrailing
– Dog Dancing
– Agility
– Schwimmen
– Joggen
– Treibball
– Erlebnisparcour etc.

oder natürlich ein neues harmonisches Familienmitglied und somit viel Spass zu haben.

All diese Möglichkeiten können Sie mit ihm ausüben, wenn ein gewisses Grundtraining vorausgegangen ist wie z.B. Leinenführigkeit, Befehle wie Sitz/ Platz/ Bleib/ Steh/ Voran/ Fuß…

Hier geht es direkt zur Onlinehundeschule: Hundeschule überall und zu jeder Zeit 

Diese Befehle können Sie in der Hundeschule erlernen, oder sich erlesen. Hier  unsere Praxistipps.

Vorab: Der Hund ist kein Mensch und auch kein Baby. Bitte sprechen Sie also kurz, prägnat und in Kommandosprache. Er wird Ihre Erläuterungen, warum oder warum nicht verstehen. Das soll nicht heißen, dass er sich nicht versteht. Diese Vorgehensweise ist sehr wichtig für die Ausbildung und das entsprechende Hundetraining.

SITZ:

Zunächst in einer ruhigen Umgebung üben, ohne Ablenkung. Es genügt, wenn Sie ein besonders schmackhaftes Leckerli in die Hand nehmen, es ihm an die Schnauze halten und diese Höhe beibehalten. Er wird versuchen, an das Leckerli zu kommen, evtl. durch Anspringen, Zuschnappen usw. Bei diesem unerwünschten Verhalten schließen Sie jedes Mal die Hand. Irgendwann wird er sich hinsetzen, weil er so bequemer auf Höhe des Leckerlis schauen kann. Genau in diesem Moment benutzen Sie das Wort „Sitz“ und öffnen die Hand, damit er seine Belohnung abholen kann. Wollen Sie hierzu gleich ein Handzeichen einbauen, dann kann dies z.B. ein Zeigefinger sein.

 

SCHAU:

Sie zeigen Ihrem Vierbeiner Ihr Leckerli, welches zwischen Mittelfinger und Daumen gehalten wird. Sie führen es zu Ihrem Auge, der Zeigefinger ist auf Ihrer Augenhöhe. Verfolgt er das Leckerli und hat er mit Ihnen Blickkontakt aufgenommen, so benutzen Sie das Wort „Schau“ und geben ihm sofort das Leckerli. Bauen Sie die Übung auf, indem er länger und länger Blickkontakt zu Ihnen aufbauen soll. Dieser Blickkontakt kann Ihnen helfen, mit ihrem Hund zu kommunizieren, wenn er sich in gewissen Situationen auf Sie konzentrieren soll.

PLATZ:

Dieses Kommando lässt sich gut lernen, wenn Ihr Hund das SITZ beherrscht. Er bekommt von Ihnen das Hörzeichen SITZ, er bekommt jetzt noch kein Leckerli. Führen Sie nun das Leckerli auf den Boden, es liegt nun unter ihrer Handfläche. Er wird versuchen an das Leckerli zu kommen. Unerwünschtes Verhalten wird nicht belohnt. Er wird sich bequemerweise ins PLATZ begeben, weil er auf Augenhöhe des Leckerlis sein möchte. Nun bitte wieder rechtzeitig das Wort PLATZ verwenden und die Handfläche öffnen, damit er ans Leckerli gelangt.

 

 

HIER:

Lässt sich gut im Garten üben, indem Sie einige Meter von Ihrem Hund entfernt sind. Sie machen sich aus heiterem Himmel aufmerksam, durch Schnalzen, Pfeifen oder bewegend auf dem Boden suchend. Der Welpe ist sicherlich überaus neugierig und wird auf Sie zulaufen. Wenn er dabei ist, sich freudig auf Sie zu zubewegen, benutzen Sie das Wort HIER. Ein mögliches Handzeichen kann hierfür sein, dass Sie beide Hände mit ausgestreckten Armen auf Ihren Bauch führen. Kommt Ihr Welpe bei Ihnen an, gibt’s natürlich wieder eine Belohnung.

 

BLEIB:

Dies lässt sich erst üben, wenn Ihr Hund das SITZ wartend beherrscht. Wenn Ihr Hund also vor Ihnen sitzt, bewegen Sie sich im Rückwärtsgang ein bis drei Schritte zurück, strecken die flache Hand aus (Stopp- Zeichen) und benutzen das Wort „BLEIB“. Bitte bei den ersten Übungen sofort wieder auf Ihren Hund zugehen und belohnen, natürlich nur, wenn er im Sitz geblieben ist. Dieses Hörzeichen muss man nach und nach aufbauen. Später verlängern Sie die Rückwärtsschritte, drehen Sie sich mit dem Rücken zu Ihrem Hund, und noch viel viel später gehen Sie aus dem Sichtfeld des Hundes.

Bei all der Liebe und dem Training: Bitte schaffen Sie eine Waage zwischen Einsatz und Ruhephasen ihres Hundes. Nur so schaffen Sie, dass ihr Hund ausgeglichen ist und erholt ins nächste Training kann.

Wenn Sie mit Ihrem Hund eine Zucht aufbauen wollen, ist es auch wichtig zu wissen, was Sie bei der Erziehung und Ausbildung der jeweiligen Verbände beachten müssen. Hiezu empfehle ich Ihnen auf die Internetseiten der Verbände.

Labrador Club Deutschland e.V.
Der deutsche Retriever Club e. V.